Ü30, U40, E26 …irgendwas dazwischen

…wieder mal über einen Blogpost gelacht und ins grübeln gekommen. Wie alt bin ich eigentlich?

Kürzlich entfuhr mir in einer Vorstellungsrunde ein „Ü40“. Die Reaktionen waren wie üblich, ein erstauntes Stirnrunzeln. Ich werde flächendeckend für deutlich jünger geschätzt. Klasse, oder?
Auf den ersten Blick mag das fürs Privatleben stimmen. Ich ziehe an was ich will, style mich nicht immer altersgemäß und keinen stört es, prima. Und die flirtenden Blicke von deutlich jüngeren Männern sind nicht unbedingt schädlich fürs Selbstbewusstsein. Danke Mama für die guten Gene.

Beruflich ist das allerdings so eine Sache. Mein Werdegang und Erfahrungsschatz klingt nach Hochstaplerei wenn man geschätzte 10 Jahre der möglichen Zeitspanne abzieht. Dabei ist Professionalität und KnowHow nicht altersabhängig. Auch wenn Erfahrung hilfreich sein kann. Aber damit kann man leben und gewöhnt sich irgendwan dran. Ich weiß, was ich kann.

Zwischen den Stühlen

In meinem engen Freundeskreis finden sich ziemlich viele Menschen mit ca. 10 Jahren mehr auf der Lebensuhr. Coole, witzige, aktive, intelligente, tolle Menschen mit denen man jede Art von Spaß haben kann. Für mich eigentlich ganz selbstverständlich. Doch wenn ich mit ihnen von „uns“ spreche, wird mir immer wieder klar gemacht, dass ich doch noch sooo viel jünger wäre. „Warte du erstmal ab, bis du in mein Alter kommst.“ Vielen Dank auch.

Mir ist Alter relativ egal. Es gibt Erfahrungen im Leben, die einen unfreiwillig schnell altern lassen. Manche sichtbar, manche innerlich. Und es gibt Gedanken und Tätigkeiten die einen jung halten. Innerlich und oder äußerlich. Alter ist relativ. Schubladen sind doof.

Eigentlich keine neue Erkenntnis. Aber es gilt auch und besonders fürs Alter. Ein 28 jähriges Gesicht darf die weisen Gedanken eines Mitte 50 jährigen haben. Und ein Ü50 die Naivität eines Mitt20ers, mit denen kann ich nur weniger anfangen. Lasst die ewigen Kommentare über das Alter doch einfach weg und nehmt die Menschen wie sie sind. Alter ist sowas von relativ!

2 Kommentare

  1. Hallo,
    erstmal vielen Dank für die Verlinkung. Erst freute ich mich und dann dachte ich: Bin ich auch so jemand, der Schubladen öffnet, indem er sich das „Recht“ herausnimmt, zu erklären, wann man wie alt ist? Ich hoffe sehr, dass das Augenzwinkern aus dem Artikel spricht.
    Denn damit, jung auszusehen und alt zu wirken habe ich auch die eine oder andere Erfahrung…. Mit anderen Worten: Man ist wirklich nie zu alt, um Schubladen in der Garderobe zu lassen.

    Liebe Grüße

    • Hi, lieben Dank für den Kommentar! Natürlich spricht da ein Augenzwinkern mit. Aber eben auch eine ziemliche Nachdenklichkeit, warum wir Menschen so gerne mit diesen Schubladen arbeiten. Ich kann mich davon ja auch nicht völlig frei machen. Dabei ist das menschliche Gehirn zu so faszinierenden Leistungen in der Lage und bedient sich trotzdem solch oberflächlicher Spielereien. Lachen wir also eine Runde über uns selbst und machen es dann besser 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.